hippophil Rehe-Wissen

Die Ursachen der Hufrehe beim Pferd richtig einordnen #4

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Hufrehe durch Gras, durch Entzündung oder durch mechanische Überlastung – in dieser Folge lernst du, die drei Ursachenkategorien zu unterscheiden und die richtigen Schlüsse für dein Pferd zu ziehen.

Hufrehe ist nicht gleich Hufrehe. Wer die Ursache nicht kennt, tappt bei der Vorbeugung und Behandlung schnell im Dunkeln.

Dabei lassen sich die Auslöser gut in drei große Kategorien einteilen: Stoffwechsel, Entzündung und Sepsis sowie mechanische Überlastung.

Jede dieser Kategorien folgt einer eigenen Logik und verlangt deshalb auch eine eigene Herangehensweise.

Diese Folge richtet sich an alle, die jetzt verstehen wollen, warum ein Pferd überhaupt eine Hufrehe bekommt. Nicht erst dann, wenn es schon zu spät ist. Denn besonders bei der häufigsten Form, der Stoffwechselrehe, kündigt sich das Problem oft früh an. Man muss nur wissen, worauf man achten soll.

In dieser Folge erfährst du …

Die drei Ursachenkategorien der Hufrehe

Stoffwechsel, Entzündung/Sepsis und mechanische Belastung. Ich erkläre, was hinter jeder Kategorie steckt und warum diese Unterscheidung für die Praxis so wichtig ist.


Warum die Stoffwechselrehe so häufig übersehen wird

Zwischen 80 und 90 Prozent aller Hufrehe-Fälle haben eine Stoffwechselursache. Das klingt viel und es ist viel. Ich erkläre, warum diese Form der Hufrehe oft schleichend beginnt und woran man früh erkennt, dass etwas nicht stimmt.


Was Fütterung, Bewegung und Gewicht wirklich miteinander zu tun haben

Es geht nicht nur darum, wie viel Gras das Pferd frisst. Bewegungsmangel, Übergewicht und die hormonelle Aktivität von Fettpolstern spielen eine genauso wichtige Rolle. Das wird im Alltag oft unterschätzt.


Warum die Belastungsrehe anders vorgebeugt werden kann

Bei mechanisch bedingter Hufrehe, zum Beispiel wenn ein Pferd wegen einer Verletzung wochenlang auf einem Vorderbein steht, gibt es klare Möglichkeiten, den gesunden Huf gezielt zu schützen. Ich erkläre, wie das geht.


Was das alles mit den Frühwarnzeichen zu tun hat

Die Folge schließt mit einem Ausblick auf das, was als nächstes kommt: die Zeichen, die ein Pferd zeigt, bevor der Reheschub richtig losgeht und wie du sie rechtzeitig erkennst.


Hufrehe beim Pferd: Warum die Ursache zählt

Wenn ein Pferd eine Hufrehe bekommt, läuft im Huf immer dasselbe ab: Die Verbindung zwischen Hufbein und Hornkapsel gerät unter Druck. Die Lamellenstruktur, die das Hufbein hält, wird geschädigt. Das ist bei jeder Hufrehe so, unabhängig davon, was sie ausgelöst hat.

Aber was sie ausgelöst hat, das ist entscheidend. Denn daraus ergibt sich, wie man sinnvoll vorgeht.


Schublade 1: Stoffwechsel

Die mit Abstand häufigste Ursache. Zwischen 60 und 90 Prozent aller Hufrehe-Fälle gehen nach aktuellem Forschungsstand auf Störungen im Insulinstoffwechsel zurück. Am häufigsten auf das Equine Metabolische Syndrom (EMS) oder auf PPID, das in unserem Sprachraum meist als Cushing bekannt ist.
Das Tückische daran: Diese Form der Hufrehe beginnt selten von heute auf morgen. Sie schleicht sich ein. Das Pferd ist vielleicht schon länger etwas träge, hat Fettpolster an ungewöhnlichen Stellen, reagiert empfindlicher auf Zucker in der Ration. Wer das früh erkennt und handelt - über Fütterung, Bewegung und Weidemanagement - hat gute Chancen, einen echten Schub zu verhindern.


Schublade 2: Entzündung und Sepsis

Seltener, aber oft dramatischer. Schwere systemische Entzündungen, zum Beispiel nach einer Kolik, einer Infektion oder einer Nachgeburtsverhaltung bei einer Stute, können Botenstoffe ins Blut freisetzen, die die Lamellen im Huf direkt schädigen. Anders als bei der Stoffwechselrehe kommt das häufig plötzlich. Das Pferd ist krank, und aus dieser Grunderkrankung heraus entwickelt sich die Hufrehe. Die Behandlung steht und fällt mit der Therapie der Ursache.


Schublade 3: Mechanische Belastung

Die Belastungsrehe entsteht, wenn ein gesunder Huf über lange Zeit das gesamte Gewicht tragen muss, weil das andere Bein verletzt ist und kaum belastet werden kann. Besonders bei den Vorderhufen, die ohnehin rund 60 Prozent des Körpergewichts tragen, ist das Risiko groß. Hier kann man vorausschauend handeln: gezielter Hufschutz, gute Polsterung, eine gleichmäßige Druckverteilung und wenn möglich eine Schmerztherapie einleiten lassen, damit das verletzte Bein wenigstens ein bisschen mitträgt.


Das Wichtigste zum Schluss: Keine dieser Kategorien schließt die andere aus. Auch bei hormonell bedingter Hufrehe muss ich die Hufmechanik im Blick behalten. Und Schmerz spielt bei jeder Form eine Rolle – unbehandelt befeuert er den Kreislauf der Erkrankung immer weiter.


Warum es sich lohnt, diese Folge zu hören

Im Audio gehe ich auf Alltagsbeispiele ein, die zeigen, wie diese drei Ursachen in der Praxis wirklich aussehen; Das Pony auf der Weide, die Stute nach der Geburt, das Pferd mit der Sehnenverletzung. Ich erkläre außerdem, was Professor Dr. Pollitt über den Hufmechanismus herausgefunden hat und warum das so relevant für die Belastungsrehe ist. Und ich gebe einen konkreten Ausblick auf die nächsten beiden Folgen, in denen es um die Frühwarnzeichen der Hufrehe geht. Das Thema, das für die meisten Pferdebesitzer am praktisch Relevantesten ist.


Wenn du den kostenlosen Hufrehe-Leitfaden anforderst, informiere ich dich auch über neue Folgen von hippophil Rehe-Wissen.

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