tips für gute hornqualität und -wachstum

 
 
 
Wie der Pferdehalter zu einer guten Hornbildungsrate beitragen kann

 

Durch eine ausgewogene Fütterung mit ausreichendem Gehalt der an der Hornbildung beteiligten Substanzen, vor allem Rohproteinen, schwefelhaltigen Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen legt er die Grundlage für ein gesundes, gutes Hufwachstum. Gegebenenfalls sollte er mit seinem Tierarzt klären, ob eine Supplementierung des Futters mit Mangelstoffen (z.B. Selen, Zink, Gelatine, Biotin etc.) sinnvoll oder nötig ist.

Das Pferd sollte außerdem regelmäßig bewegt werden und auch sonst die Möglichkeit zur  Bewegung, z.B. ausreichenden Weidegang, haben.
Um einen günstigen Prolaktinspiegel im Blut zu erreichen sollte das Tier in einem ausreichend hellen Stall gehalten werden. Auch unter diesem Aspekt ist  reichlicher Weidegang vorteilhaft.
Unter entsprechenden Bedingungen kann es sinnvoll oder nötig sein das Hufwachstum darüber hinaus zu fördern.
Dazu sei auf die Tatsache verwiesen, daß die Hornbildungsrate um so größer ist, je besser die Huflederhaut durchblutet ist. Allerdings vorausgesetzt, daß den Zellen durch eine ausgewogene Fütterung oder eine entsprechende Supplementierung des Futters alle zur Hornbildung nötigen Substanzen in ausreichender Konzentration zur Verfügung stehen.
Durch eine Einreibung der Hufkrone mit durchblutungsfördernden Salben, wie zum Beispiel einer Salbe mit 20% Lorbeeröl, kann also die Hornbildungsrate zum Teil erheblich verbessert werden. Auch die Phytotherapie und die Homöopathie bemühen sich mit entsprechenden Präparaten (z.B Ginko biloba) um solche Effekte.

 

Wie der Pferdehalter zu einer guten Hornqualität beitragen kann

 

Im Großen und Ganzen gilt das im Kapitel „Wie der Pferdehalter zu einer guten Hornbildungsrate beitragen kann“ gesagte auch für die Erhaltung und  Verbesserung der Hornqualität.
Darüber hinaus sei dem Pferdehalter eine gute Stallhygiene ans Herz gelegt. Das Pferd sollte nicht im „Mist“ oder in der „Gülle“ stehen.
Da die Hornqualität einerseits zu einem nicht unbedeutenden Teil genetisch determiniert ist (Struktur) andererseits der Wassergehalt des Hufhornes gerade bei schlechter Hornqualität eine entscheidende Bedeutung hat  sei dem Pferdehalter empfohlen nach einem Feuchtigkeitsausgleich zu streben. Bei feuchten Haltungsbedingungen ist anzustreben, den Huf möglichst vor zuviel Feuchtigkeit zu schützen. Etwa durch trockene Einstreu im Stall und Einfetten oder Teeren vor dem Weidegang auf einer matschigen Wiese. Ist (z.B. im Sommer) die Umgebung dauerhaft sehr trocken sollte man nach Möglichkeiten suchen, den Hufen Feuchtigkeit zuzuführen. Weidegang in den frühen Morgenstunden auf taunassen Wiesen und das Anlegen eines „Schlammbades“ rund um die Tränken, so daß die Tiere sich beim Saufen jedesmal „nasse Füße“ holen, werden verschiedentlich empfohlen. In besonders problematischen Fällen kann es erforderlich sein in regelmäßigen Abständen kurzzeitig Angußverbände mit klarem Wasser anzulegen oder das Pferd regelmäßig für einige  Zeit in klares Wasser zu stellen (z.B. einen Bach o.ä.).