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  Eisenverluste mit Ausbrechen der Hufwand oder Maßnahmen des Tierarztes zur Heilung von Hufkrankheiten hinterlassen manchmal einen Huf, der kaum noch zu beschlagen ist. Die Nägel halten in den verbliebenen Hornresten schlecht oder gar nicht, der Beschlag geht erneut verloren und der Zustand des Hufes verschlechtert sich mit jedem Beschlagversuch. Nun kann man entweder zu Beschlägen greifen, die angeklebt werden, oder den Huf mit Kunsthorn rekonstruieren und mit dem gewohnten Beschlag versehen. Letzteres hat den Vorteil, daß das Pferd sich nicht an einen neuen Beschlag gewöhnen muß und durch die Rekonstruktion die Hufwand ihre Tragfähigkeit wiedererlangt. Lahmheiten oder ein klammer Gang können so oft vermieden werden. Bei Pferden, die orthopädische Beschläge benötigen ist die Hufrekonstruktion oft die einzige Möglichkeit bei ausgebrochenen Wänden, da die Beschläge zum Ankleben nicht allen orthopädischen Anforderungen gerecht werden. Für die Hufrekonstruktion stehen mir verschiedene Hornersatzmittel vor allem der Firmen Vettec und Equilox zur Verfügung.

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Beide Vorderhufe dieses Pferdes wiesen großflächige Defekte auf. Die Hufwand war großflächig von Fäulniss zersetzt und nicht mehr tragfähig. Die Nägel hatten keinen Halt mehr.

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Für eine erfolgreiche Rekonstruktion mussten zunächst alle losen Bestandteile des Hufes entfernt werden.

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Der Blick von der Bodenseite zeigt, daß die Hufwand auf weiten Strecken fast bis zur Sohle entfernt werden mußte.

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Ein sorgfältig angepasstes Eisen wurde vorsichtig aufgenagelt. Große Teile der Wand hatten keinen Kontakt zum Eisen und die Nägel ohne Rekonstruktion kaum Halt.

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Nach der Rekostruktion mit Equilox Kunsthorn war die Tragfähigkeit des Tragrandes wieder hergestellt und die Nägel rissen nicht nach unten aus.

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Der Beschlag hielt problemlos mehr als neun Wochen, das Pferd zeigte keine Lahmheiten und keinen klammen Gang.

 

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